STRATO Erfahrungen & Test 2016

Über das Webhosting UnternehmenDie STRATO AG ist mit rund 1,2 Millionen Kunden der zweitgrößte Anbieter auf dem europäischen Webhosting-Markt – nur United Internet kann noch mehr Verträge vorweisen. Auch die Anzahl der gehosteten Domains ist beeindruckend: Nicht weniger als vier Millionen sind auf der Berliner Unternehmen zurückzuführen. Der 1997 gegründete Webhoster verdankt seine Beliebtheit zu einem Teil sicherlich auch der Tatsache, dass es sich um eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom handelt. Zusammen mit der eigenen Tochterfirma Cronon beschäftigt STRATO derzeit rund 490 Mitarbeiter.

Zu den besonderen Vorzügen des Hosters gehört die Innovationskraft: 2004 wird STRATO als erster europäischer Webhoster nach DIN ISO 27001 für IT- und Datensicherheit zertifiziert – lange bevor Skandale um Datensicherheit die Kunden verunsicherten. Bereits seit 2010 wird mit „HiDrive“ ein eigener Cloud-Speicher angeboten; und 2013 setzt STRATO als erster europäischer Hoster Server ein, die mit Intel-Prozessoren der damals neuen Haswell-Generation betrieben werden. Im Jahr 2015 setzten die Berliner erneut auf Wachstum: Durch das neue Geschäftsfeld „Business Solutions“ sollen weitere Kunden erschlossen werden.

Das Webhosting Angebot

Auch wenn STRATO das Business-Geschäft derzeit erweitern möchte – der Fokus auf Privatkunden, die vor allem eine einfache Bedienung wünschen, ist an den Tarifen immer noch eindeutig erkennbar. Am unteren Tarifende sind sogenannte „WordPress Tarife“ als „Starter“ und „Plus“ angesiedelt, die sich auf das Hosten der bei Bloggern beliebten Webanwendung beschränken. WordPress ist hier besonders leicht installierbar, Backups und Updates werden automatisch vollzogen. Zum Einsteigerpreisen sind selbst bei diesen Tarifen schon ordentliche Leistungen enthalten: Ein potenzielles Problem beim Shared-Hosting besteht in möglichen Geschwindigkeitseinbußen bei hohen Zugriffszahlen. Diese Schwierigkeit kann zwar auch STRATO nicht gänzlich aus der Welt schaffen, immerhin kann aber eine Datenbank bis maximal 2 GB auf SSD gespeichert werden. Weiterhin sind im günstigsten Tarif 25 GB Webspace und unbegrenzter Traffic enthalten. Eine weitere Besonderheit zeigen die einsteigerfreundlichen Tarife beim Thema Vertragslaufzeit: Anders als bei den meisten Konkurrenten ist hier keine Mindestlaufzeit erforderlich, STRATO erlaubt auf Wunsch eine monatliche Kündbarkeit.

Der Tarif „WordPress Plus“ verdoppelt den Webspace auf 100 GB und erlaubt die Nutzung von 3 Datenbanken. Dass dieses Angebot sich an größere Projekte richtet, zeigen auch die drei möglichen WordPress Installationen. Wer sich nicht auf WordPress beschränken möchte und sich vielleicht mehr für Joomla! Und Co. Interessiert, sollte sich die herkömmlichen Shared Hosting Tarife von STRATO ansehen. Das Angebot „PowerWeb Starter“ bietet anfängerfreundliche 10 GB Mailspace und 30 GB Webspace. Wie bei den WordPress-Tarifen können auch hier schnelle SSD-Datenbanken gewählt werden. Die Beschränkung auf zwei Apps dürfte aber dafür sorgen, dass nicht allzu komplexe Websites umgesetzt werden. Beim Angebot „PowerWeb Basic“ wird der Webspace auf 60 GB verdoppelt, 25 SSD-Datenbanken, 25 Apps und die Nutzung der Programmiersprachen Python und Ruby machen dieses Angebot zur Empfehlung für anspruchsvollere Nutzer.

Für Profis stehen noch die Angebote „Plus“ und „Pro“ zur Wahl: bis zu 4 Domains, 80 FTP-Zugänge, 75 Apps und Cron Jobs ermöglichen auch die Nutzung des Shared Hostings selbst für anspruchsvolle Projekte. Etwas enttäuschend ist hier nur der maximale Webspace: 200 GB mögen für viele Anwender problemlos ausreichen, andere Anbieter stellen hier aber bis zu 1.000 GB zur Verfügung. Leider verrät STRATO nicht, mit wie vielen Kunden die Prozessoren ausgelastet werden. Die Konkurrenten zeigen hier in der Regel mehr Transparenz, indem hierzu Kennzahlen angegeben werden. Ebenfalls nicht unproblematisch scheint nach Kundenerfahrungen der Service zu sein. Viele Wettbewerber bieten unabhängig vom gewählten Tarif einen 24-Stunden-Support an. Bei STRATO kostet dies Aufpreis; weiterhin ist die Leistung nicht immer überzeugend.

Zur Zielgruppe dieses Angebots gehören:

Über das Webhosting Unternehmen
private Webmaster
Werbeagenturen
Business-Kunden
Reseller-Kunden
Blogger mit hohem Serviceanspruch
Betreiber von Online-Shops sämtlicher Größen

In Anbetracht des Angebots richtet sich das Webhosting vor allem an Privatkunden, die einen eigenen Blog betreiben. Auch Verein-Seiten und kleinere Firmenwebsites lassen sich mit dem Shared-Hosting Angebot von STRATO leicht realisieren. Bei komplexen und vor allem großen Projekten verweisen die Berliner hingegen auf ihre Server-Komplettpakete.

Das Fazit

Preislich scheint sich das Webhosting-Angebot zunächst im Mittelfeld anzusiedeln. Dabei sollte aber nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit erhältlich sind, was für den einen oder anderen Nutzer durchaus einen erheblichen Vorteil darstellen dürfte. Außerdem setzt STRATO komplett auf deutsche Serverstandorte. Das tun zwar auch einige Konkurrenten, aber die haben sich die Datensicherheit in der Regel nicht zertifizieren lassen. Diese Zertifizierung können aber den entscheidenden Unterschied machen: Kunden von STRATO können sich nur darauf verlassen, dass die Daten der deutschen Gesetzgebung unterliegen, sondern auch technisch gut vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. Außerdem sorgen automatische Updates für das schnelle Schließen möglicher Sicherheitslücken. Leider ist der Support etwas mau: Viele Kunden sind bei Störungen mit der Hilfe von STRATO eher unzufrieden.

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